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Umloop Nr. 3 – Stadthafen

Zick Zack dörch de Ostsee

Man dacht all in de Mitt‘ von dat 19. Jåhrhunnert doran, an de Ostküst von Rügen eehn’n Schutzhåben top bugen. Farig würd öwer noch nicks. Ierst in’t Johr 1889 füng man mit den’n Bu an. Tauierst güng dat dormit los, dat een so an de 380 m lange Mol parallel tau dat Öwer, verbunnen an Nurdosten mit eene Holtbrü‘, de bit an den‘n Strand gåhn süllte, bugt würd. Dörch dat Lock dorin süllten de vælen Füerstein mit de Strömung von den’n Håben nå de See mit ruteräten warden. Man glöwte, süss kämen disse Stein in de Infåhrt von den’n Håben un würden disse denn verlannen låten.

Wenn ok væle Crampasser un Sassnitzer gaut doran verdeent hebben, so süllte de Såk öwer för de Küst problematisch warden: Dörch dat „Zangen“ von de Stein von de Öwer- Kant‘ för den’n Molenbu‘ har‘ de Küst nu ehren natürlichen Schutz verluren. Von nu an künn’ten de Wellen mit vulle Wucht up dat Öwer anrullen. So müsste man denn Johre later ok wedder düre Såken för den’n Schutz von de Küst bugen.

De Molenbu treckte sick in mihrere Etappen bit 1912 hen. Grund wier, dat ümmer mihr Infrastruktur för den’n taunähmenden Postdamper- un later- ok dörch den’n Iesenbåhnfährverkiehr käm un so niege Schutzmaßnåhmen nödig würden. De Sassnitzer Mol harr an’t En’n von de Bugerie 1450 m Läng‘. Bit 2013 wier se de längste Butenmol in Europa.

Lütte Kutter

In Sassnitz wåhnten all ümmer Fischerslüd. Doch de ürtliche Fischerie bröchte för de Inwåhner nich væl Geld in. All tiedig slåten sick dorüm de Fischer tosåmen, üm de Utgåben för de Bö‘, Netten, un wat süss noch so för de Fischerie brukt würd, to bestrieden. Een Fischer alleen wier nich finanzkräftig nauch, üm dat all’ns to betålen. De Existenz von de Fischer hüng alleen von dat Boot af. So künn man in de „Schwedische Landaufnahme von 1695“ läsen: „Die Einwohner von Sassnitz sind allesamt wie gesagt wurde, Fischer. Sie haben zusammen 4 Boote, womit sie fischen und es haben sich 3 und 3 auf jedem Boot eingeteilt, aber auf einem Boot sind 4 Männer.“ Disse „Kommünen“ orrer „Kompanien“ harr’n dat eenzige Ziel, de swore Arbeit tosåmen to måken un sick in lege Tieden minschlich un mit Geld to helpen.

De Sassnitzer Fischerbö‘ sünd nå den’n Håbenbu af 1889 pö a pö in den‘n Schutz von den’n Håben gåhn un hem so de traditionellen Anlandeplätz‘ an de Strandpromenade verlåten. Ok för de Fischer von utwarts wier de niege Håben Anloppunkt von ehre langen Fangreisen. Af de 1950 – er Johre würd de olle Fischeriehåben de Sitz von de FPG (Fischereiproduktionsgenossenschaft). Disse Fischer hürte denn ok een Deil von dat Eigendom an Produktionsmittel.

Niege Bedingungen an den’n Markt nå de politische Wen’n 1990 un scharpere Uplågen för de Fischerslüd löten denn de Tall von Fischerslüd mächtig schrumpen.

Fischerie mit grote Fohrtüg

As an den’n 7.Februar 1949 de iersten twölben 17–m- Kutter in Sassnitz mit Fischen anfungen, wier dat de Beginn to’n Utbu von de tweitgröttste Fischerieflott der DDR. Utgangspunkt wier dorbi de SMAD Orrer (Sowetische Militäradministration in Deutschland) Nr. 11 von den’n 11. Jenner 1946.

An’n Anfang von de 1950 -er Johren har man plant, de Fang un -Produktionsmengen von Fisch dull to erhögen un för de Fischerie ok bit in de Nurdsee to führen. Dat wier för den’n Betrieb een total niege swore Upgåf. Een grotet Utbuprogramm in’n Håben bröchte denn ok in twei Johr niege Anlegebrü’n, eene niege Fischhall, eene Platteniesfabrik sowie eenen Sozialbu. Na de Inführung von niege Kutters har de Sassnitzer Flott to En’n von dat Johr 1952 gesamt 186 niege Fohrtüg: 124 Stück 17-m- Kutter, 11 Kutters mit 21m Läng un 51 Kutters in de 24-m- Klass. De Erfohrungen ut de Fischerie in de Nurdsee nutzte man denn för de Entwicklung von de 26-m- Stahlkutters, von de man mål in Sassnitz 50 Stück har. Tau de Flott kämen ok noch 15 Frosttrawler un 2 „Kühl- und Transport-schiffe“(KTS) dortau. Nu wier‘n de Sassnitzer Schäpen ok in Gägenden, de væl wierer wech wieren, to finnen: an de Nordwest Küst von Afrika, in de Biskaya, vör Mosambik un in de Barentssee.

To de Uplösung von den’n VEB Fischfang Sassnitz in’t Johr 1990 seggt man nu ok, dat wier dat En’n von de industrielle Hochsee- Fischerie in Sassnitz.

De „Havel“

Man kann se as dat Krüz von de Sassnitzer Flott beteiknen. Ehre söben Mann an Burd stüerten se dwars dörch de Ostsee, Nurdsee un sogår bit na Afrika. Ok wenn disse Kutters mit 50 Stück nich den’n gröttsten Deil von de Flott utmåkten, so wier de Inführung von disse Fohrtüg doch ne echte Revolution in Sassnitz- de 26-m-Kutter, orrer kort seggt, de „26- er“.

As man to’n Fischen ümmer wierer wegführen müsst, wünschte man sick dütlich eenen niegen Kuttertyp. An’n 16.07.1956 löp in de Stralsunner Volkswarft de ierste „26-er“von’n Ståpel. He bekæm den’n Nåmen „Elbe“ un har de Nummer SAS 270. In’n Jenner 1957 füng he offiziell in Sassnitz an to fischen. De SAS 320 „Sternhai“ wier 1959 de letzte „26- er“, denn man in Sassnitz in Deinst stellt hett. Dormit wier de Betrieb mit 50 sihr moderne Kutters utstatt’t.

De „26-er“ wieren besünners gaut bi slicht Wäder. Mit dat tobugte Vörschipp käm man sihr gaut in swore See klor. De besünnere Form von den’n Achtersteven måkte sick ok sihr gaut bi leech Wäder, un so güng dat denn af un an ok all mål „trüüchwarts gägenan“.

De SAS 274 „Havel“ steiht för den‘n letzten as Original behollenen 26-m- Kutter, as Symbol un Verträder för de 50 ut de „26-er- Klass“, de för væle Johren dat Bild in den’n Sassnitzer Håben utmåkt hett.

Tiet von de Postdampers

För de Nåwergemeinden Crampas un Sassnitz sowie för dat swedische Trelleborg harr dat, wat an den‘n 1.Mai 1897 passierte, ganz væl to bedüden: An dissen Dach füng de Damper up de Postdamperlinie an, planmäßig to führen. För de Håbens wier dat mit ehn’n wirtschaftlichen Upswung verbunnen. De Schäpen transportierten dat ganze Johr un so harr’n ok væle Lüd ümmer Arbeit. De Iesenbåhn, de Post, de Toll un Speditionsfirmen bröchten för de Gemeinden niege Arbeitsplätz‘.

Toierst süllte in Crampas man blots en’n Fischeriehåben för Rügen bugt warden. An internationale Bedüdung dacht dunnemåls noch keen Minsch. Doch Adolph von Hansemann, de sihr reik wier un in Dwasieden een Sloss bugt har, den‘n öwer ok noch væl Land achter Dwasieden nå Westen hen hürte, dacht væl wierer. He harr grotet Interess an eenen dütsch- swedischen Verkiehrshåben. Bi de Regierung dröp he mit sine Bemarkung, man künn’te süss de Chance verspälen, de Dänen den’n groten Verkiehr nå Sweden aftoknöpen, up eenen wunnen Punkt. Un so kämen fix de Arbeiten in’ne Gäng‘, üm eene Båhn von den’n Stadtbåhnhoff in den’n Håben to bugen. Dat Håbengelän’n bekäm ne Upschüttung un dortau noch niege fixere Postdampers. Ok wenn dat Wäder männigmål nich mitspälte, käm de Verkiehr pünktlich in’ne Gäng. De Postdamperverkiehr wier een Erfolg un wier ne ganz wesentliche Etapp‘ för de wirtschaftliche Entwicklung von den’n Urt.

De Balkon

In de tiedigen 90-er Johren- de Fischerie wier to Enn’n un de Fähren wieren na Mukran gåhn, brukte man wat Nieget för den’n Håben. Un man wullte weiten, wåns de Håben hier ünner bäder in‘ Läben von de Stadt inbröcht warden künn, öwer ok, wåns Zentrum un Stadthaben eens warden künnten.

Na 3 Johren Planung füng man im Mai 2006 an to bugen. Siet 2007 verbinnt de niege Brü‘ nu Stadtkarn un Håben. Öwer 20 m möt man in de Hööcht öwerwinnen un hett dorbi eenen dullen Blick up den’n Håben un de wiete See.

De von dat Ingenieurbüro Schleich, Bergermann und Partner plante Brü‘ bekäm in’n Lenzmånd März 2010 den’n „Deutschen Brückenbaupreis“ in de Kategorie „Fuß und Radwegebrücken“. De Brü‘ füngt båben up den’n Rügenplatz mit een 35 m lange Ramp an. Denn kümmt een 124 m lange Öwergangsbrü‘, up de löppt man up een 125m lange Seilbrü‘, de an eenen 43 m hogen Mast hängt. Dat Besünnere an de disse Konstruktion – man seggt in’n Fachjargon“ „Kreisringträgerbrücke“ dortau – is, dat se blots up een Siet binnen an de krumme Brü‘ anbunnen is. De Vördeil is so, dat man nu ganz kommod up de See kieken kann. Nicks verbugt den’n Besöker de Sicht.

Von Beginn an har man blots Lob för dissen Wech, de væl mihr as blots ne Brü‘ is. Dis Buwark hürt nu to de Flaniermeil mit Ostseepanorama – de Brü‘ is hüt de „Balkon zum Meer“.

De Königslinie

Schäpen, de as Fähren Iesenbånwaggons transportierten, wier’n an’t En’n von dat 19. Johrhunnert nicks Nieget mihr. All in’t Johr nå den’n Beginn von de Postdamperlinie wullte de Stadt Trelleborg een Iesenbåhnverbinnung hebben, geef dat doch all twischen dat dänische Gedser un Warnemün‘n ne wassende Konkurrenz. Un nu güng dat mit Tempo los. Up de preußische Siet hüll man, obglieks dat anne Vörsläg geef, ut wirtschaftliche Grün’n an Sassnitz as Utgangshåben fast. Im Mai 1908 hätt man denn ok beslåten, hier mit den‘n Bu von een Fährhåben to beginnen. De Eröffnung süllte im Juli 1909 fiert warden. Un dat wier denn dörch eene wohre Meisterleistung ok schafft worden. So künn de Fährverbinnung as de „Königslinie“ an den’n 6.Juli 1909 twischen Sassnitz un Trelleborg starten.

Dörch den tweiten Weltkrieg un siene Nåwirkungen geef dat twischen 1944 un 1948 keen Fähren up disse Streck. Dunn güng dat öwer mit de ollen Fähren bit in de 1950 – er Johren wedder los, bevör de wassenden Anforderungen ut den’n internationalen Verkiehr Niebuschäpen födderten. Twischen 1956 un 1959 wür’d dorüm bi vullen Fährbetrieb dat Fährbett 1 ümbugt. Dortau käm denn ok noch de ut Glas un Stahl måkte Empfangshall un een up Pieler bugte Autobrü‘.

De Brü‘ hett de Tiet leider nich öwerläwt, se is dalräten worden. De Wartehall hett man to een Budenkmal måkt, un so is se denn hüt noch- bi de Inwåhners ümmer noch as „Glasbåhnhof“ beteikent – dor.

Fisch

Een lütt Rökerie up een Hoff in de Seestråt, so füng de hiesige Fischverarbeitung in’t johr 1949 an. Produkte, so as „Bücklingsfilet in Öl“, „Heringsfilet in Sahnetunke mit Meerettich“ orrer de „Scomber Mix“ kennte man blots wenige Johrzehnte låter in de gesamte Republik un köffte se giern.

All fix käm man in de ollen Hüser an siene Grenzen un so leggte man in’t Johr 1951 den’n iersten Stein för een nieget Fischverarbeitungs-wark. 1957 trennte man den’n Verarbeitungsdeil von den’n Fangbetrieb af un so stünn man nu up eegen Been. Näben den’n Upbu von een Produktionslinie för Fischkonserven in Gläs würd nu ok de Herstellung von Rökerworen utbugt. In dat Johr 1959 wier dis Betrieb de gröttste Fischrökerie in Europa.

Öwer dat müsste ümmer mihr produziert warden un so lågerte man all öfters de Produktion in Näbenbetriebe ut. In Sassnitz bugte man vör allem up de Konservenherstellung. De Betrieb tellte tosåmen mit siene Butenbetriebe in de 1980- er Johren so an de 1200 Mitarbeiter.

An den’n 30.Juni 1990 würd de „VEB Fischwerk Sassnitz“ uplöst un an den’n 1. Juli 1990 de „Rügenfisch GmbH“ grünn’t. Nå swore Anfangsjohren, de Produktion wier nich nauch, vör allem wägen Konkurse von Investoren, künn sick de Betrieb pö a pö wedder erhålen.

In’t Johr 2000 füng man mit den’n iersten Spåtenstich an, dat niege Wark to bugen. Siet 2007 is de Betrieb een Aktiengesellschaft worden. De „Rügenfisch AG“ is hüt de gröttste Fischkonservenhersteller in Dütschland.